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Longenstunden |
Dragooon

Mitglied
 

Dabei seit: 11.06.2006
Beiträge: 787
Herkunft: Kerpen
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Man kommt erst in eine Abteilung wenn man freihändig galoppieren darf? Ahja wie sinnlos^^
Also 7Stunden für Anfänger halte ich am besten. Die Anfänger lernen auf dem Pfer dzu sitzen und schonmal das Leichttraben.
Aber, sie verleiren nicht die Lust weil 7stunden sprich: 7wochen sind ja nicht viel bei 6Monaten sieht das alles schon was anders aus^^
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25.11.2008 15:38 |
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Gummibärchen

Dressurreiter
 

Dabei seit: 11.02.2005
Beiträge: 1.993
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Zitat: |
Original von Dragooon
Man kommt erst in eine Abteilung wenn man freihändig galoppieren darf? Ahja wie sinnlos^^
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Ich persönlich halte alles andere für absolut sinnlos^^
Wenn man noch nicht freihändig reiten kann sollte man keine Zügel in die Hand bekommen -.-
alles andere stört das Pferd doch im Maul nur!
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25.11.2008 15:47 |
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Bille

Ehemals Moderator
 

Dabei seit: 10.06.2006
Beiträge: 3.360
Herkunft: Hampshire, England Name: Anna
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Eben. Bei wirklich hochkarätigen Lehrern mit besonders guten Schulpferden muss man teilweise bis zu 2 Jahren an der Longe bleiben, bevor die einen auf ihre Pferde lassen.
Kommt natürlich darauf an, wie viel Erfahrung man vorher schon hatte, aber die meisten davon nehmen gar keine Kinder als Reitschüler auf.
Und für Kinder sehe ich es am sinnvollsten an, sie bereits früh anfangen zu lassen, in kleinen Gruppen (für Kinder zw. 4 u.7 Jahren am sinnvollsten, da die Leistungs-und Konzentrationsfährigkeit noch nicht besonders stark ist), und sie dann auf Longe umsteigen zu lassen, möglichst recht früh nebenher.
Dabei ist es bei den jüngeren Kindern eben so, dass sie das noch als etwas Tolles ansehen, und nicht etwa auch als Schutzmaßnahme (für Pferd und Kind).
Fängt man natürlich später an, etwa im Erwachsenenalter muss der Reitlehrer sehr individuell auf den Schüler eingehen, da ist das meist schwieriger, da manche Leute ja anfangs gerne sehr absonderliche Vorstellungen vom Reiten haben.
Da ist dann Taktgefühl gefragt.
Wie gesagt, ich halte eine lange, ausgiebige Longenzeit für sehr sinnvoll, solange sie wirklich qualifizierten Unterricht bietet.
D.h. kein stupides rumgereite, sondern gefühlvolle Sitzübungen, Balanceübungen, Übungen für das reiterliche Gefühl, sodass der Schüler möglichst gut vorbereitet ist.
Dazu sollte das Longenpferd gut ausgebildet sein, um dem Schüler ein korrektes Sitzgefühl zu vermitteln, ein losgelassener Rücken um den Schüler gut sitzen zu lassen.
Wie gesagt, ein gut ausgebildetes Longenpferd ist Pflicht, dabei kann man dem Schüler auch als "Passagier" bereits besondere Lektionen zeigen.
Auch das erhält beim Schüler die Motivation, z.B. Piaffieren an der Hand, Seitengänge an der Hand usw.
Ein solches Pferd gibt dem Schüler ein gutes Gefühl und ist - bei wirklich gutem Unterricht mehr als Gold wert, ebenso wie entsprechender Reitlehrer.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bille: 25.11.2008 16:01.
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25.11.2008 16:01 |
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blue orange

oldie
 

Dabei seit: 15.02.2005
Beiträge: 9.581
Herkunft: nrw
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Ich finde es ziemlich schrecklich, dass die Kiddis oft nach 3-4 Longenstunden schon in die Abteilung gesteckt werden...
Ich selbst hatte ein Jahr Longenunterricht, dann durfte ich am Ende schonmal 5-10 Minuten frei Traben und dann nochmal ein Jahr, bis ich galoppieren durfte. Ich wurde immer von meiner Mutter auf "unserem" Pferd unterrichtet. Bei uns kam zwar noch dazwischen, dass ich gar nicht früher hätte galoppieren können, weil unser Pferd verritten war, aber sie hat trotzdem sehr sehr viel Wert darauf gelegt, dass ich gut sitze und nicht an den Zügel hänge - deswegen auch immer ohne Zügel geritten.
Ich denke, wenn unser Pferd "brav" gewesen wäre, hätte ich trotzdem ca. 1 Jahr Longenunterricht gehabt - und ich find das gut!
Mir wird manchmal ganz schlecht, wenn die Kids da die Hände sonstwo rumfliegen haben (wie will man auch die Hände richtig und ruhig halten, wenn man noch nichtmal ordentlich Leichttraben kann?) und dem Pferd total unkoordiniert im Maul rumzerren. Meistens kommen die mit ihren Schenkeln ja noch nicht mal übers Sattelblatt! Da ist Longe einfach besser, weil der Reitlehrer dann das Tempo bestimmen kann, bis das Kind richtig im Sattel sitzt.
Nach 2-3 Jahren Abteilungsreiten sind die Kinder dann ja schon älter, und haben einen üblen Sitz! Bei uns am Stall in der Reitschule sitzen ne Menge total schief vom Rücken her, die Beine liegen falsch/sind unruhig, sie fallen dem Pferd andauernd in den Rücken, können nicht richtig aussitzen... Schrecklich.. Und das kriegt man nur über jahrelanges konzentriertes auf dei Fehler achten wieder raus... Am besten ist einfach, man lernts direkt richtig
Jeder kennt das, wenn man sich einmal einen Sitzfehler angewöhnt hat (über Jahre!), kriegt man ihn nur noch schwer raus.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von blue orange: 25.11.2008 18:33.
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25.11.2008 18:32 |
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Rony

Pony-Freak
 

Dabei seit: 22.02.2007
Beiträge: 419
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Also ich find' auch, dass viel zu viele Kiddies einfach kurz das Standartprogramm vorgekaut bekommen und dann völlig überfordert in die Gruppe kommen und dann meistens auch nichts mehr lernen. Sie wissen nicht, wie sie die Hilfen geben sollen, können sich gerade so oben halten und meistens machen die Pferdchen dann eh was sie wollen, was für alle anderen Reitschüler auch wieder ein Nachteil ist, wenn das Schulpferd das dann bei allen versucht.
Ich würde jetzt aber nicht unbedingt sagen 1/2 Jahr an die Longe, sondern vielleicht 25 Longestunden, damit man sich das selbst einteilen kann und notfalls mal 2-3 Stunden in der Woche hat, weil sonst verliert man vielleicht doch auch irgendwann die Lust. Und die Longestunde sollten auch einen Aufbau haben und Abwechslung bieten, nicht nur stumpfes im Kreis rumreiten, das bringt dann ja auch nichts....
__________________ Ein Herz für Kleines_Springpony <3l und jetzt neu, auch mit BILD!! und vielen Extras für den ultimativen Fan!!
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25.11.2008 18:38 |
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Hannii

Mitglied
 

Dabei seit: 17.02.2005
Beiträge: 4.048
Herkunft: Österreich
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also ich wurde nicht erst nach einem halben jahr, aber nach mehr als 7 stunden auf jeden fall! ich kam in die gruppe, als ich freihändig traben und leichttraben konnte, galoppiert bin ich aber recht früh, das aber dann wieder an der longe, also erst in der gruppe normal schritt und trab, dann kam jeder zum galoppieren der reihe nach an die longe, find ich sinnvoll, kleinen kindern wird nicht langweilig und lernen aber trotzdem gut und sicher zu reiten...
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If life gives you lemons, keep them, because hey, free lemons.
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25.11.2008 18:43 |
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Nieves

Mitglied
 

Dabei seit: 15.09.2005
Beiträge: 1.802
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Bei meinem damaligen Reitverein war es Pflicht, mindestens 10 Longenstunden zu absolvieren, je nachdem wie weit der Schüler dann war, wurde abgemacht, wie viele Longenstunden noch nötig waren, oder ob derjenige gleich in die Abteilung durfte. Mindestalter war auch 8 Jahre, alle Jüngeren gingen in den Voltikurs. Allerdings hat man da von dem richtigen Umgang des Pferdes auch nichts mitbekommen.
In meinem jetzigen Reitstall wird nun auch Pony-Unterricht angeboten und teilweise ist es wirklich katastrophal. Da sitzen teilweise 5jährige auf den Ponys, die drei mal an die Longe genommen wurden und dann in die Abteilung geschickt werden. Die sitzen drauf wie n' Schluck Wasser in der Kurve und sind absolut hilflos wenn die Pferde mal nicht so brav ihre Runden laufen wie sonst. Bis auf eine sind die Reitlehrer auch nicht das Wahre und jedes mal wenn ich das sehe, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Kinder wissen nicht mal, wie man die Ponys richtig putzt, und zeigen tut es ihnen auch keiner.
Ich selbst bin nach 6 Stunden auch in die Abteilung gekommen, bin da sogar ganz gut zurecht gekommen, obwohl's sicherlich auch viel zu früh war, wusste aber bis dahin auch nicht, wie man ein Pferd sattelt und trenst.
Wenn ich einen vernünftigen Reitlehrer hätte, würd ich heute noch Sitzkorrektur an der Longe machen.
__________________ Icon von Patricia
face is cold filled with envy, he's got it all, he's left empty
sold his soul, unsuspecting he'd lose his world
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25.11.2008 18:54 |
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Stefanie92
Mitglied
 
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 568
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Also ich gehe sehr gerne an die Longe. Da kann man sich viel besser auf den Sitz konzentrieren und auch ein paar übungen wie ballfangen machen, und zwar in allen Gangarten. Ein wahrer Segen für den Sitz.
Zudem kenn ich es vom Dammensattel reiten das man, wenn man noch nie geritte ist, die ersten 3-4 Monate rein an der Longe reitetn.
Ich handhabe es bei meiner aktuellen Damensattelschülerin so, da sie ja schon reitet, das sie 1 Monat (oder 1 oder 2 Wochen länger) nur an die Longe geht, dabei erst in der letzten Woche oder so die Zügel bekommt, 2 Wochen vor dem Ende erst wieder die bügel, die nach der ersten Woche wegkommen.
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25.11.2008 20:08 |
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Dragooon

Mitglied
 

Dabei seit: 11.06.2006
Beiträge: 787
Herkunft: Kerpen
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Zitat: |
Original von Gummibärchen
Zitat: |
Original von Dragooon
Man kommt erst in eine Abteilung wenn man freihändig galoppieren darf? Ahja wie sinnlos^^
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Ich persönlich halte alles andere für absolut sinnlos^^
Wenn man noch nicht freihändig reiten kann sollte man keine Zügel in die Hand bekommen -.-
alles andere stört das Pferd doch im Maul nur! |
Nun aber wenn es darauf ankommt, dann können manche schon nach 2std von der Longe weg.
Nicht alle das ist kalr aber manche die z.b. frühger schonmal im schritt drauf gesessen haben, die werden schenller an den Tarb und auch an den gallopp heran geführt.
Bei meienr reitschule war es damals so, das man eien Longenstunde nur schritt udn trab hatte die anderen alle drei gangarten und anch der dritten Lonenstunde bin ich schon freihändig galoppiert...
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25.11.2008 20:55 |
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Birgit

Gänseblümchen
 

Dabei seit: 09.02.2005
Beiträge: 3.798
Herkunft: Ingolstadt
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Ich hätte zu gern mal ne richtig gute Longenstunde
Hatte ich nie...
:/
Ich bin mit Pferden aufgewachsen... Ich bin halt immer auf Pferde gewesen mehr oder weniger
Ich kam in die Reitschule. 2 Longenstunden und schon ab in die Abteilung
ich bin recht schnell "aufgestigen" zu den Fortgeschrittenen
Und was hat es mir gebracht?
ich habe mich dann von meinem Pferd als ich es bekam komplett einschüchtern lassen... SUUUUPER
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25.11.2008 21:34 |
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Jenny

...das personifizierte Chaos.
 

Dabei seit: 05.12.2006
Beiträge: 16.262
Herkunft: Niedersachsen
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Ich war nie an der Longe bevor ich frei geritten
bin. Anfangs hat man sich halt gegenseitig geführt,
und dann wurde frei geritten. Nicht unbedingt der
beste Einstieg, aber geschadet hat mir das auch nicht.
Jetzt mache ich ab und an Sitzkorrektur an der
Longe, ist eine tolle Übung, wenn auch sehr antrengend.
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Du spielst, Du gewinnst, nur um zu verlieren - dabei fühlt sich fallen fast wie fliegen an.
Liebste Grüße an -Kiwi-, .Polarlicht, simply-helen, Alessa, Alex_94, Vicky, NemoO, Nicki2110, Michi264, Osirii, Darling[/FONT]
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25.11.2008 21:40 |
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Nicki2110

And then Im gonna love you completely
 

Dabei seit: 28.06.2005
Beiträge: 6.548
Herkunft: Rheine Name: Laura
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Schöne Diskussion darüber hat sich meine Reitlehrerin letztens noch aufgeregt
Am Stall haben wir 3 Reitlehrer für die Schulpferdereiter. Unsere Chef, seine Frau und noch eine weitere. Unser Chef und die andere Reitlehrerin stecken die Kinder sofort bei der ersten Stunde in die Abteilung insofern man keine Longenstunden verlangt und das wissen die meisten nun einmal nicht die anfangen zu reiten
Meine Reitleherin, die Frau vom Chef, lässt die Kinder grundsätzlich erst 10 Longenstunden nehmen, damit sie einfach besser und ausbalancierter sitzen.
In einer Stunde letztens hatten wir dann zwei Mädchen. Die eine wurde sofort in die Abteilung gesteckt, die andere hatte vorher Longenstunden und man sah eindeutig den Unterschied.
Das Mädchen das nicht an der Longe war ist dem Pferd im Rücken rumgehüpft, hatte die Hände teilweise auf Brusthöhe weil sie die Balance nicht halten konnte und saß wirklich grausam im Sattel. Die andere saß wesentlicher besser und angenehmer für das Pferd obwohl beide ungefähr gleichzeitig angefangen hatten zu reiten.
Ich finde es einfach unverantwortlich ein Kind ohne jemals an der Longe gewesen zu sein in der Abteilung mitgehen zu lassen. Das bringt niemandem was.
Ich selbst war ein halbes Jahr an der Longe bevor ich in die Abteilung gekommen bin. Das hat mich zwar Sitztechnisch nicht soo weit gebracht, aber ich saß viel besser im Sattel ohne dem Pferd im Rücken rumzuplumpsen oder in den Zügeln zu zerren um das Gleichgewicht zu halten.
Wie lange jemand an die Longe muss kann man, finde ich, nie so pauschal sagen da es einfach auf den jeweiligen Menschen ankommt.
Aber um die 10 Longenstunden müssen eigentlich schon drinsitzen.
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Totally miss the honesty, and special times and honestly,
totally miss the fucked up things ya do
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26.11.2008 15:18 |
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