Luthien
So wir hatten heute gerade einen Vortrag in geschichte und da gings um den Nahostkonflikt. nya, so halb eben. unser thema war: Hamas und Terror. Der Teil, den ich machen sollte bestand aus der Frage, wie ein Selbstmordattentäter ausgebildet wird und was er fühlt und denkt. Vielleicht interessiert euch das ja auch und darum stelle ich den text mal hier rein. vielleicht stellt ja nini ihren teil des Vortrages auch noch rein...
Ausbildung eines Selbstmordattentäters
Hamas ist wählerisch und nimmt paradoxerweise keine Freiwilligen als Rekruten auf, sondern sucht sich die neuen lebenden Bomben selbst aus. Und genau da liegt der Punkt, der grosse Unterschied: Die Attentäter werden nicht selbst aktiv, sondern werden ausgewählt und dann werden sie nicht ausgewählt, um es tun zu müssen, sondern zu dürfen.
Die ausgewählten Schüler werden speziell gefördert. Geistliche besprechen mit ihnen gezielt die Koranstellen, in denen der Opfertod befürwortet wird und ähnliches. Dazu gibt es auch praktischen Unterricht, wo die Jugendlichen auf ihren Mut getestet wird. Diese Test bestehen etwa aus, Autodiebstahl, Ausweisfälschen oder Waffenschmuggel, es gibt aber auch weitaus Makabere wie Beerdigungen bei lebendigem Leib. Wer bei diesen Test Anzeichen von Schwäche oder Angst zeigt, ist für den Ernstfall nicht geeignet und wird ausgesondert.
Während diesem Prozess kennen die heranwachsenden Rekruten nichts von dem eigentlichen Fernziel. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen sie es erfahren, wenn sie schon so in dieses Muster eingelebt sind, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie noch nein sagen.
Ein Blutbad unter Zivilisten richtet nur jemand an, der bereits jeden Bezug zum Alltag, zu den Normen und Werten der Normalgesellschaft verloren hat. So werden die Schüler plötzlich und ohne Erklärung von den anderen abgesondert, isoliert. Erst jetzt lernt die Bombe ihr eigentliches Handwerk; die Handhabung der tödlichen Fracht.
Erst etwa 10 Tage vor dem Anschlag lernt das Selbstopfer seinen Operator kennen. Er hat die Bombe gebaut, hat die Selektion im Hintergrund überwacht und den Befehl der eigentlichen Führer erhalten, dass es an der Zeit für ein Attentat ist.
In den Tagen vor dem Termin wird noch einmal alles getan, damit der Attentäter keinen Rückzieher macht, zum Beispiel mit lautem Singen von Gebeten, die das Selbstopfer in einen tranceartigen Zustand der Euphorie versetzt, der offensichtlich bis zum Tod anhält. Denn Augenzeugen zu folge, haben die Täter in der Regel ein freudiges Strahlen im Gesicht, kurz bevor sie sich in die Luft jagen. Vorfreude auf das Paradies?
Aber was geht eigentlich wirklich vor, in diesen Menschen, die sich selbst opfern? Haben sie wirklich keine Gefühle?
Ich denke, dass jeder Mensch anders auf eine solche Situation reagiert. Es gibt jene, die den Tatort betreten und ohne weiteres den Knopf drücken, wie es Steven Smyrek getan hätte, wäre er soweit gekommen. Auf die Frage, was einem bei einem solchen Vorhaben durch den Kopf geht, antwortete er:
„Wir sind so gefestigt im Glauben, wir denken nicht darüber nach. Ein Schahid bekommt seine Befehle, und die müssen ausgeführt werden. Man hat keinen Freiraum nachzudenken: Gibt es Gott, gibt es keinen Gott? Was wird nach dem Tod sein? Wir sind so gefestigt in unserer Religion, dass wir ohne Gefühle unser Leben geben.“
Doch nicht alle Menschen sind gleich. Andere zögern den Moment hinaus, bis sie schliesslich nicht mehr anders können. Es kam beispielsweise vor, dass einer der Attentäter ein Restaurant betrat, an der Bar ein Glas Wasser bestellte und erst dann, als er es ausgetrunken hatte, die Bombe zündete. Es könnte also durchaus sein, dass einige auf ein äusseres Ereignis hoffen, dass sie und die Menschen um sie vor Bevorstehenden
bewahren soll. Es ist äusserst schwierig, solche Empfindungen zu erforschen, da die meisten, die darüber berichten könnten, sterben.
Ausbildung eines Selbstmordattentäters
Hamas ist wählerisch und nimmt paradoxerweise keine Freiwilligen als Rekruten auf, sondern sucht sich die neuen lebenden Bomben selbst aus. Und genau da liegt der Punkt, der grosse Unterschied: Die Attentäter werden nicht selbst aktiv, sondern werden ausgewählt und dann werden sie nicht ausgewählt, um es tun zu müssen, sondern zu dürfen.
Die ausgewählten Schüler werden speziell gefördert. Geistliche besprechen mit ihnen gezielt die Koranstellen, in denen der Opfertod befürwortet wird und ähnliches. Dazu gibt es auch praktischen Unterricht, wo die Jugendlichen auf ihren Mut getestet wird. Diese Test bestehen etwa aus, Autodiebstahl, Ausweisfälschen oder Waffenschmuggel, es gibt aber auch weitaus Makabere wie Beerdigungen bei lebendigem Leib. Wer bei diesen Test Anzeichen von Schwäche oder Angst zeigt, ist für den Ernstfall nicht geeignet und wird ausgesondert.
Während diesem Prozess kennen die heranwachsenden Rekruten nichts von dem eigentlichen Fernziel. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen sie es erfahren, wenn sie schon so in dieses Muster eingelebt sind, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie noch nein sagen.
Ein Blutbad unter Zivilisten richtet nur jemand an, der bereits jeden Bezug zum Alltag, zu den Normen und Werten der Normalgesellschaft verloren hat. So werden die Schüler plötzlich und ohne Erklärung von den anderen abgesondert, isoliert. Erst jetzt lernt die Bombe ihr eigentliches Handwerk; die Handhabung der tödlichen Fracht.
Erst etwa 10 Tage vor dem Anschlag lernt das Selbstopfer seinen Operator kennen. Er hat die Bombe gebaut, hat die Selektion im Hintergrund überwacht und den Befehl der eigentlichen Führer erhalten, dass es an der Zeit für ein Attentat ist.
In den Tagen vor dem Termin wird noch einmal alles getan, damit der Attentäter keinen Rückzieher macht, zum Beispiel mit lautem Singen von Gebeten, die das Selbstopfer in einen tranceartigen Zustand der Euphorie versetzt, der offensichtlich bis zum Tod anhält. Denn Augenzeugen zu folge, haben die Täter in der Regel ein freudiges Strahlen im Gesicht, kurz bevor sie sich in die Luft jagen. Vorfreude auf das Paradies?
Aber was geht eigentlich wirklich vor, in diesen Menschen, die sich selbst opfern? Haben sie wirklich keine Gefühle?
Ich denke, dass jeder Mensch anders auf eine solche Situation reagiert. Es gibt jene, die den Tatort betreten und ohne weiteres den Knopf drücken, wie es Steven Smyrek getan hätte, wäre er soweit gekommen. Auf die Frage, was einem bei einem solchen Vorhaben durch den Kopf geht, antwortete er:
„Wir sind so gefestigt im Glauben, wir denken nicht darüber nach. Ein Schahid bekommt seine Befehle, und die müssen ausgeführt werden. Man hat keinen Freiraum nachzudenken: Gibt es Gott, gibt es keinen Gott? Was wird nach dem Tod sein? Wir sind so gefestigt in unserer Religion, dass wir ohne Gefühle unser Leben geben.“
Doch nicht alle Menschen sind gleich. Andere zögern den Moment hinaus, bis sie schliesslich nicht mehr anders können. Es kam beispielsweise vor, dass einer der Attentäter ein Restaurant betrat, an der Bar ein Glas Wasser bestellte und erst dann, als er es ausgetrunken hatte, die Bombe zündete. Es könnte also durchaus sein, dass einige auf ein äusseres Ereignis hoffen, dass sie und die Menschen um sie vor Bevorstehenden
bewahren soll. Es ist äusserst schwierig, solche Empfindungen zu erforschen, da die meisten, die darüber berichten könnten, sterben.