-SugarHorse-
Ich war vor kurzem in einen Fotografenforum ... da gab es einen Beitrag von einem, netten Herren, der Pferde fotografiert und sagt, das IS - hinderlich bei Bewegungsaufnahmen sei :
E-Mail an mich hier:
Hallo Tanja,
das ist eigentlich einfach zu erklären. Dazu muß man sich vor Augen
halten: was soll der IS eigentlich tun?
Er soll die unwillkürlichen Bewegungen des Fotografen (Zittern, Atmen,
laufen, Fahrzeug) die er der Kamera verleiht ausgleichen.
In dem Objektiv sind elektronische Bauteile, sogenannte Gyros. Diese
erfühlen die Bewegung/Lageveränderung des Objektives in zwei Achsen,
rechnen blitzschnell und verschieben eine Linsengruppe in die
entsprechende Richtung, so daß das Bild auf der Filmebene /Chip wieder
stillsteht.
Soviel zur Technik...
Bei unbewegten Motiven funktioniert das wunderbar. Durch diese Technik
sind wesentlich längere Belichtungszeiten möglich, ohne daß es zu
Verwacklungsunschärfen kommt.
Auch ein Fotograf, der sich in einem fahrenden Auto befindet, kann
wesentlich einfacher scharfe Fotos machen, als ohne IS.
Wie sieht es aus, wenn sich ein Motiv bewegt?
Da gibt es zwei Möglichkeiten dieses zu fotografieren. Entweder hält
man
die Kamera still und nimmt bei entsprechend langen Belichtungszeiten in
Kauf, daß das Motiv verwischt. Der IS wird den Hintergrund schön scharf
halten. Oft ist ja ein verwischtes Objekt ja gewünscht. Soll beides (HG
und Motiv) scharf sein, braucht man entsprechend kurze
Belichtungszeiten. Logischerweise erübrigt sich dann der IS, da es bei
sehr kurzen Belichtungszeiten keine Verwacklung gibt.
Faustformel: Umkehrzahl der Brennweite entspricht der mindest kürzesten
der Belichtungszeit.
200mm Brennweite wäre demnach 1/200tel oder kürzer angesagt.
Bei Digitalkameras sind es jedoch andere Zahlen. Bei 200mm und 1,5 Crop
ergibt das equiv. 300mm, also 1/300tel oder kürzer.
Bei den aktuellen Digis und gutem Licht sind solch kurze
Belichtungszeiten leicht zu erreichen.
Wie sieht es aus wenn man das bewegte Motiv scharf haben möchte und der
Hintergrund verwischt sein soll, oder egal ist? (Mitzieher)
Bei guten Lichtverhältnissen gilt wieder das oben gesagte.
Bei schlechtem Licht sollte man jetzt meinen, daß der IS das Verwackeln
ausgleicht. Das tut er jedoch nicht oder nur bedingt. Da er nicht weiß,
warum sich das Objektiv bewegt, wird er versuchen diese Bewegung
auszugleichen. Durch das Ausgleichen wird er dir das Motiv zuerstmal im
Bild verschieben, weil er nachregelt. Du merkst das und willst
nachkorrigieren. Das registriert wiederum der IS und bewegt nun die
Linse in die umgekehrte Richtung. Es kommt also zu einem unbewußten
Schaukeln des Systems, denn ist sehr minimal. Kostet aber Schärfe, da
der IS nicht den optimalen Punkt treffen wird.
Wenn sich das Motiv nur horizontal bewegt kann man am IS diese
bewegungsrichtung ausschalten, so daß er nur vertikale Bewegungen
ausgleicht. Da ist er eindeutig ein Vorteil (Motorsport auf geraden
Strecken z.B.)
Beim Springreiten geht man jedoch in der Regel nicht nur waagerecht
sondern auch mit dem Auf-und Ab des Reiters mit.
Jetzt kommt der IS komplett ins Trudeln.
Auch spielende Hunde, Kinder oder ähnliche Motive bewegen sich nur
selten absolut horizontal.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen...
Ist das wirklich so? - Dann würde der IS eigentlich ja nur was bei Potrais, und das auch nur MINIMAL helfen?!
Falls das wirklich so währe, ist es doch bestimmt auch möglich den IS - bei Bewegunsbildern auszustellen?
Bin dankbar für jede Antwort-Ausführung
E-Mail an mich hier:
Hallo Tanja,
das ist eigentlich einfach zu erklären. Dazu muß man sich vor Augen
halten: was soll der IS eigentlich tun?
Er soll die unwillkürlichen Bewegungen des Fotografen (Zittern, Atmen,
laufen, Fahrzeug) die er der Kamera verleiht ausgleichen.
In dem Objektiv sind elektronische Bauteile, sogenannte Gyros. Diese
erfühlen die Bewegung/Lageveränderung des Objektives in zwei Achsen,
rechnen blitzschnell und verschieben eine Linsengruppe in die
entsprechende Richtung, so daß das Bild auf der Filmebene /Chip wieder
stillsteht.
Soviel zur Technik...
Bei unbewegten Motiven funktioniert das wunderbar. Durch diese Technik
sind wesentlich längere Belichtungszeiten möglich, ohne daß es zu
Verwacklungsunschärfen kommt.
Auch ein Fotograf, der sich in einem fahrenden Auto befindet, kann
wesentlich einfacher scharfe Fotos machen, als ohne IS.
Wie sieht es aus, wenn sich ein Motiv bewegt?
Da gibt es zwei Möglichkeiten dieses zu fotografieren. Entweder hält
man
die Kamera still und nimmt bei entsprechend langen Belichtungszeiten in
Kauf, daß das Motiv verwischt. Der IS wird den Hintergrund schön scharf
halten. Oft ist ja ein verwischtes Objekt ja gewünscht. Soll beides (HG
und Motiv) scharf sein, braucht man entsprechend kurze
Belichtungszeiten. Logischerweise erübrigt sich dann der IS, da es bei
sehr kurzen Belichtungszeiten keine Verwacklung gibt.
Faustformel: Umkehrzahl der Brennweite entspricht der mindest kürzesten
der Belichtungszeit.
200mm Brennweite wäre demnach 1/200tel oder kürzer angesagt.
Bei Digitalkameras sind es jedoch andere Zahlen. Bei 200mm und 1,5 Crop
ergibt das equiv. 300mm, also 1/300tel oder kürzer.
Bei den aktuellen Digis und gutem Licht sind solch kurze
Belichtungszeiten leicht zu erreichen.
Wie sieht es aus wenn man das bewegte Motiv scharf haben möchte und der
Hintergrund verwischt sein soll, oder egal ist? (Mitzieher)
Bei guten Lichtverhältnissen gilt wieder das oben gesagte.
Bei schlechtem Licht sollte man jetzt meinen, daß der IS das Verwackeln
ausgleicht. Das tut er jedoch nicht oder nur bedingt. Da er nicht weiß,
warum sich das Objektiv bewegt, wird er versuchen diese Bewegung
auszugleichen. Durch das Ausgleichen wird er dir das Motiv zuerstmal im
Bild verschieben, weil er nachregelt. Du merkst das und willst
nachkorrigieren. Das registriert wiederum der IS und bewegt nun die
Linse in die umgekehrte Richtung. Es kommt also zu einem unbewußten
Schaukeln des Systems, denn ist sehr minimal. Kostet aber Schärfe, da
der IS nicht den optimalen Punkt treffen wird.
Wenn sich das Motiv nur horizontal bewegt kann man am IS diese
bewegungsrichtung ausschalten, so daß er nur vertikale Bewegungen
ausgleicht. Da ist er eindeutig ein Vorteil (Motorsport auf geraden
Strecken z.B.)
Beim Springreiten geht man jedoch in der Regel nicht nur waagerecht
sondern auch mit dem Auf-und Ab des Reiters mit.
Jetzt kommt der IS komplett ins Trudeln.
Auch spielende Hunde, Kinder oder ähnliche Motive bewegen sich nur
selten absolut horizontal.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen...
Ist das wirklich so? - Dann würde der IS eigentlich ja nur was bei Potrais, und das auch nur MINIMAL helfen?!
Falls das wirklich so währe, ist es doch bestimmt auch möglich den IS - bei Bewegunsbildern auszustellen?
Bin dankbar für jede Antwort-Ausführung
darunter auch SEHR SEHR OFT PFERDE über 80% ... und das natürlich in jeder Form Portrai/Bewegung (Koppel - unterm Reiter) und Springen ..