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Lieferumfang und Verpackung:
Bei der S-5500 wird neben der Kamera noch eine sehr gute und auch für den Anfänger schnell zu verstehenden 3 sprachige Bedienungsanleitung in Deutsch, Englisch und Französisch mitgeliefert. Ein Adapterring sowie 6MP-XD_Speicherchip, Objektivschutz, Trageriemen, 4 alkatie Baterien, CD-Software, USB- und Videokabel runden das Kamera-Paket ab. Leider hat sich Fuji, wie auch schon beim Vorgängermodellen bei der Verpackung gespart und so kann es schon mal geschehen das beim Transport etwas zu Bruch gehen kann.
Handhabung:
Nach dem Auspacken schmiegt sich die S-5500 gut in die Hand, Bedienungselemente sind gut zu erreichen und lassen sich ohne große Mühe gut bedienen, die Druckpunkte sind gut zu tasten. Die Anordnung der Bedienungselemente sind sehr gut gewählt und auch nach einem Foto-Shooting von über 2 Stunden (Nonstop) hat man nicht das Gefühl das die Hand schmerzt oder die Kamera zu schwer wird.
...und Action im Automatic-Betrieb !
Die S-55000 benötigt von Einschalten bis zur Betriebsbereitschaft knappe 2,5 Sekunden, das LCD-Display ist flimmerfrei und bietet dem Benutzer einen sauberes und klares Umfeld, leider weicht die Farbwiedergabe vom Original ab und ist leicht blaulastig. Der Sucher wurde zum Vorgängermodel überarbeitet und zeigt kaum noch Abweichungen zwischen dem gesehenen und den was die Kamera aufnimmt. Der Sucher bietet die Möglichkeit der Dioptrieneinstellung, besonders gut für Brillenträger, nur wurde bei der Gummirung ein bischen gespart, so das es bei starkem Lichteinfall zu Spiegellungen im Sucher kommt. Leider entpuppt sich die S-5500 genau wie ihr Vorgängermodel zu einem richtigen Stromfresser. Die mitgelieferten Alkaliebaterien hielten gerade mal für 60 Bilder in höchster Auflösung, dabei wurde auf die Nutzung des LCD-Display schon zum großen Teil der gemachten Fotos verzichtet. Hingegen wurde vom Zoom sehr oft gebrauch gemacht!
Die Speicherung der Bilder auf den xD-Chip normaler Bildqualität erfolgt sehr schnell, bei Bildern in der höchsten Qualität kann es unter umständen schon mal bis zu 2-3 Sek. dauern bis die Camera wieder zum Einsatz bereit ist. Dieses Manko ist uns aber in der gesamten Testphase ( Von 4 Tagen ) nur zweimal vorgekommen !!!
Der Autofokus:
Der AF arbeitet schnell, präzise und bietet dem Nutzer 3 Wahlmöglichkeiten:
1> Mitte
2> Mehrfeld
3> Vario (lt. Fuji > Nur bei S-5500)
Nummer 1 und 2 erklären sich von selbst, nur der vario ist eine Besonderheit. Hier besteht die Möglichkeit den Fokussierpunkt selbst zu wählen, dieser ist über das gesamte Bild freiwählbar.
So eine Funktion findet man nur in der gehobenen Preisklasse (Z.B. > Sony DSC-F 828 mit 8MP!).
Belichtungsmessung:
Die Belichtungsmessung erfolgt in 3 Arten: Integral, Spot und Mehrfeld.
Bei keinen der 3 genannten Messungsarten gab es in normal Betrieb (am Tage) keine Schwierigkeiten, die automatische Belichtungsautomatic leistet durchschnittliche Ergebnisse. Im Nacht- und Makrobereich wurde die Camera noch nicht getestet, so das hier ein Urteil fehlt !
Der Zoom
Der Zoom ist schnell, leise und bietet mit den jeweiligen Zoomschritten genügend Möglichkeiten das gewünschte Moiv in den Sucher zu bekommen. Das Zusammenspiel mit dem AF ist gut und so gelingen auch Anfängern auf Anhieb gute Bilder.
Der erste Härtetest in Habautomatic und Manueller Bedienung
Nach dem ihr bisher die Cam nur im Bereich "Automatic" genutzt haben wollten wir sehen was die Camera im Halbautomatischen Betrieb und bei manueller Bedienung so alles leistet. Es gibt insgesamt 4 Halbautomatische Einstellmöglichkeiten:
A=> Autom. Blendenvorwahl
M=> Manuelle Bedienung
P=> Programmautomatic (Hier kann man alles bis auf Blende und erschlußzeit alles selbst wählen
S=> Programmautomatic mit Zeitvorwahl
Alle Automatic-Programme lassen sich gut Bedienen und arbeiten durchweg gut.
Das Rauschverhalten:
Das Rauschverhalten der Fuji FinePix S-5500 wurde durch eine geänderte ISO-Werte erheblich zur alten S-5000 gemindert. Die ISO-Werte zwischen 64-100 ISO liefern durchweg gute bis sehr gute Bilder. Im ISO-Bereich 200-400 wird dann aber sehr schnell deutlich das sich das Bildrauschen je nach Einstellung der Blende und der Verschlusszeit verschlechtert. Bei schlechtem Wetter (grau in grau) kommt es zu einem leichten Leistungsabfall in der Tiefenschärfe, doch dieser läßt sich aber über ein Bildbearbeitungsprogramm abfangen !
Webcambetrieb:
Der Webcambetrieb läuft ohne Sound, aber dafür liefert die S-5500 Im Abstand zwischen 30cm und 1m super scharfe Bilder in Top-Qualität
Gesamtbewertung:
Vorteile
+ Schnell Betriebsbereit
+ Leichte Handhabung
+ Gutes Preis/Leistungsverhältnis
+ Tolle Verarbeitung
+ Gute Bedienung der Camera
+ Bildergebnisse sind gut
+ Zoom ist schnell und präzise
+ Ausstattung ist gut
Nachteile:
- TFT/Sucher frieren zufristig nach dem Auslösen ein
- leichter Blaustich des TFT
- Veränderung Blende/Verlußzeit keine Veränderungen im TFT
- Hoher Stromverbrauch ( 4x2500mA =250 Bilder in HQ )
- Weisabgleich nicht immer richtig (Manuelle Anpassung nötig)
Fazit:
Wer sich als Anfänger eine Einsteiger Camera kaufen will sollte die Fuji FinePix S-5500 mit auf die Wunschliste zu Weihnachten setzen. Neben dem 10fach Zoom bietet die Camera eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten die auch ein Anfänger nach kurzer Eingewöhnungsphase bedienen kann. Wer jedoch glaubt bei der S-5500 eine richtige Sucherkamera zu finden, der wird sicherlich enttäuscht werden, hier wäre die Wahl zu einer anderen Camera wohl sicher besser. Fuji hat mit der S5500 eine Camera auf den Markt gebracht die eher an eine DSLR angelehnt ist.
Mit der Fuji FinePix S-5500 erhält man eine gut verarbeitete All-In-One-Camera für den Einsteigerbereich, ob die Camera auch das Zeug für die Kreativ-Fotografie sollte jeder selbst heraus finden. Die Bildergebnisse sind für Ausdrucke bis maximal DIN A5 sind sehr gut, größere Ausdrucke bis DIN A4 sind auch machbar, müssen aber mit einer Bildbearbeitungssoftware nachgearbeitet werden.